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Juli 2014

Alles was wir wollen…

…ist geheim.

Die Hymne zum Podcast. Das Lied hat einen langen Weg hinter sich. Aufgenommen vor, glaube ich, fünf Jahren bei Thomas (damals noch) in Düsseldorf. Aus der Asche von Barseros und vor meinem Entschluss ein spätes Studium der Medienwissenschaften zu beginnen, suchte ich nach neuen Aufgaben und hatte mich noch nicht komplett damit abgefunden doch kein Rockstar zu werden. Mit meinem Seelenverwandten (ob er will oder nicht), unserem ehemaligen Sänger Michael Barsero, schmiedete ich den Plan für dieses letzte Aufbäumen.

Michael bezeichne ich, übrigens ohne mit der Wimper zu zucken, als meinen Lieblingsmusiker. Er ist nicht nur in der Lage Hits zu schreiben, sondern er verpackt auch inhaltlich alles, was an Ängsten und Wünschen denkbar und vorhanden war und ist in großartige Texte. Nächtelange Gespräche und auch Selbstgespräche unter vier Augen (meinerseits) flossen hier ein. Wenn ich mir verschmähte Demos oder alte Songs von ihm anhöre, bekomme ich aufgrund all dieser Tatsachen und Kontexte für immer und in alle Ewigkeit eine Gänsehaut. Außerdem kann er wunderschön singen.

Dieses Lied ist jetzt nicht so repräsentativ für all diese Bauchpinseleien, da es eher so eine minimalistische DAF-Nummer ist und hauptsächlich ich ‘singe’ (beziehungsweise spreche). Da ich diesen unveröffentlichten Song allerdings dennoch so wenig Leuten wie möglich vorenthalten möchte, nahm ich im Sommer das Angebot meines Freundes Daniel (Bloodattack) in Anspruch, ein Video dazu zu drehen. Das Drehbuch und die Dispo schrieb ich auf eine Seite und wir drehten alles am Donnerstag den 24. Juli 2014. Es handelte sich um einen erstaunlich schönen Sommertag, ich bitte also die Dissonanz zwischen den im Text erwähnten düsteren Novembertagen und dem strahlend blauen Himmel im Video zu entschuldigen. Als Kompromiss haue ich das Video jetzt pünktlich zum November an Halloween raus. Ich schnitt dieses kleine Meisterwerk der Überambitioniertheit übrigens selbst.

Im Video geht es über die Hohenzollernbrücke und dann kreuz und quer durch das belgische Viertel und Ehrenfeld. Unterwegs treffe ich in erster Linie Leute, die ich cool und inspirierend finde. Ich danke in diesem Zusammenhang vor allem Ratte, Sönke, David, Stefan, Sascha, Tillmann und allen anderen, die uns zusätzlich und zufällig noch über den Weg liefen, für diesen tollen Tag im Juli.

Meine musikalische Karriere erkläre ich hiermit für beendet.

PS: Ein außerordentlicher Dank geht auch an Coney.

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